Erhaltung von Belägen mit Oberflächenbehandlungen

Die Erhaltung von Belägen durch den rechtzeitigen Einsatz von Oberflächenbehandlungen ist eine besonders attraktive Möglichkeit für Straßenbauträger, ihr Straßennetz auf kostengünstigste Art und Weise instand zu halten. Europa steht vor einer Periode, die von zurückgehenden Steuereinnahmen und einer strikteren CO2-Gesetzgebung zur Bekämpfung des Klimawandels gekennzeichnet ist. Der Beitrag zeigt, wie Oberflächenbehandlungen zur Erhaltung von Belägen selbst unter widrigsten klimatischen Bedingungen beitragen können. Und dies zu relativ geringen Kosten und mit minimaler Umweltbelastung.

Die Erhaltung von Belägen durch den rechtzeitigen Einsatz von Oberflächenbehandlungen ist eine besonders attraktive Möglichkeit für Straßenbauträger, ihr Straßennetz auf kostengünstigste Art und Weise instand zu halten. Europa steht vor einer Periode, die von zurückgehenden Steuereinnahmen und einer strikteren CO2-Gesetzgebung zur Bekämpfung des Klimawandels gekennzeichnet ist. Der Beitrag zeigt, wie Oberflächenbehandlungen zur Erhaltung von Belägen selbst unter widrigsten klimatischen Bedingungen beitragen können. Und dies zu relativ geringen Kosten und mit minimaler Umweltbelastung.

Veränderte Vorzeichen

Straßen werden heute zunehmend als wichtige staatliche Vermögenswerte hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedeutung angesehen; und als solche verdient ihre Werterhaltung besondere Beachtung. „Belagserhaltung“ wird zum allgemeinen Schlagwort. Dabei ist unumstritten, dass die Instandhaltung eines Straßenbelages vor allem rechtzeitiger und geeigneter Maßnahmen bedarf.

In Europa sind die vorgeschriebenen Verfahren und Zeitplanungen noch unterschiedlich, allerdings stehen heute alle Straßenbaubehörden vor den Herausforderungen geänderter Ausgabenprioritäten und sinkender Haushalte. Auch werden Umweltaspekte und CO2-arme Alternativen immer wichtiger bei der Auswahl von Instandhaltungsverfahren.

Ob nun direkt vom Klimawandel betroffen oder nicht, sind einzelne Regionen mitunter außergewöhnlich schlechtem Wetter ausgesetzt. Im Sinne der Instandhaltung unberücksichtigt, können Wasser, Schnee und Eis aus solchen Wettersituationen die Auslöser für Straßenschäden weit vor deren angemessen erwartbarem Auftreten sein.

Belagszustand

Die Oberfläche jeder Fahrbahn stellt die Schnittstelle zwischen Straßennutzer, der Leistungsfähigkeit der Straße und des Belagszustandes dar. Über die Lebensdauer des Belages ist es die Deckschicht, die den härtesten Belastungen ausgesetzt ist, verursacht durch direkt aus der Verkehrslast oder durch Witterungseinflüsse auftretende Drücke und Spannungen.

Beläge werden über die Liegezeit immer härter und steifer. Dies ermöglicht eine größere Widerstandsfähigkeit gegen wachsende Einflüsse aus steigenden Verkehrsaufkommen und höheren Transportlasten. Allerdings ist ab einem bestimmten Zeitpunkt der Bestzustand einer Deckschicht einschließlich ihrer Griffigkeit überschritten, und der Belag selbst kann erheblich Schaden leiden, wenn dieser Zustand unkontrolliert fortdauert.

Ist die Deckschicht einmal aufgerissen, vergrößert sich das Schadensausmaß umso schneller. Das Eindringen von Wasser in und durch den Belag sowie nachfolgende Frost-/Tau-Belastungen sind die hauptsächliche Ursache. Der vergangene Winter war in nahezu ganz Europa besonders kalt: als Folge stellte sich bei vielen Straßen eine Flut von Belagsschäden ein, vor allem Schlaglöcher und beschädigte Anschlussfugen.

Lokale Flick- und Reparaturverfahren bringen zwar schnell Abhilfe, werden jedoch allgemein nur als Lösung auf Zeit angesehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ein Abdichten der Deckschicht durch Oberflächenbehandlungen diese Reparaturstellen verhindert hätte.

Alternative Oberflächenbehandlung

Die Oberflächenbehandlung ist eine kurzfristige, relativ kostengünstige Alternative zur Instandhaltung, die weltweit eingesetzt wird. Das Verfahren verbraucht wenig natürliche Ressourcen, lässt sich schnell und mit geringen Verkehrsbehinderungen durchführen und verursacht wenig Emissionen. Es ist grundsätzlich ein kaltes Verfahren mit wenig Wärmebedarf.

Das Verfahren dichtet hauptsächlich alte Deckschichten ab und verringert die Gefahr eindringender Feuchtigkeit in den Belag. Die Oberflächenbehandlung greift dabei nicht in die Struktur des behandelten Belags ein, sondern schützt den Belagsaufbau und verlängert dessen Lebensdauer um bis zu ein Jahrzehnt oder länger.

Verantwortlich dafür ist der neue Bindemittelfilm durch die Oberflächenbehandlung. Straßenoberflächen sind über Jahre dem Verkehr, der wechselnden Witterung und (sehr oft) Wartungseingriffen an Versorgungseinrichtungen ausgesetzt. Die Scheuerwirkung von Autoreifen und Oberflächenstaub verschleißt den ursprünglichen Bindemittelfilm. In Kombination mit den Alterungseffekten durch UV-Einstrahlung und den Nass/Trocken-Wechsel bei Regen, Reif und Schnee, fordern die Jahre ihren Tribut.

Das rechtzeitige Aufbringen eines neuen Bindemittelfilms kann die Deckschicht wieder abdichten und das Auftreten kritischer Spannungen verzögern, die – wie oben ausgeführt – anderenfalls zu vorzeitigen Schäden durch Frost-/Tau-Belastungen führen können.

Dabei ist die Auswahl des Bindemittels entscheidend. Einfache Oberflächenbehandlungen (siehe Kasten) erfordern Standardbitumen, während Oberflächenbehandlungen für Straßen mit höherer Verkehrsbelastung (wie zunehmend in Europa eingesetzt) polymermodifizierte Bitumen benötigen. Das Nynas Performance-Programm bietet eine Auswahl an Bindemitteln aus seinen Extra- und Premium-Reihen, um für alle Anforderungen das bestgeeignete Bitumen bereitzustellen (siehe Tabelle).

Das Sprichwort sagt: Vorbeugen ist besser als Heilen. Neue Erfahrungen aus Nordeuropa – gerade im vergangenen Winter stark von sehr kaltem und nassen Wetter betroffen – zeigen, dass auf abgenutzten Deckschichten, die regelmäßig mit kostengünstigen Verfahren wie der Oberflachenbehandlung instand gehalten wurden, wesentlich weniger Schäden wie Schlaglöcher oder ausgelöste Fugen auftraten.

Zusammenfassung

Die Oberflächenbehandlung ist ein relativ umweltfreundliches und hoch effektives Verfahren der Belagserhaltung. Sie bewährt sich insbesondere in Zeiten knapper Haushalte und eines wachsenden Klima-Bewusstseins. Die Oberflächenbehandlung ist eine geeignete und relativ kostengünstige Methode, die Lebensdauer von Straßenbelägen wesentlich zu verlängern.