EME-Asphalt + PmB = Bruchfestigkeit

Hochpolymermodifizierte Asphaltbeläge optimieren die Erhaltung der Schnellstraßen in England

Hochpolymermodifizierte Asphaltbeläge optimieren die Erhaltung der Schnellstraßen in England

Geringste Verkehrsunterbrechungen und beste Leistungseigenschaften waren die Hauptforderungen des britischen Schnellstraßen-Bauamtes bei der Instandsetzung eines viel befahrenen und stark abgenutzten 4 km langen Abschnittes der A1 in Cambridgeshire. Rissbildungen und Bewegungen der zweispurigen Betonfahrbahn, sowie Reflexionsrisse in der dünnen Asphaltüberbauung des Betonkörpers mussten möglichst effektiv behoben werden.

Eine Lösung mit Bautätigkeit alleine an Wochenenden wurde gewählt. Nach eingehenden Untersuchungen entschied man sich, den Großteil der Betonschicht zu belassen, die Fahrbahnen allerdings mit einer beschichteten Glasfaser-Gitternetzbewehrung aus hochstandfestem Asphalt zu überdecken.

Der Asphalt gewährleistete die notwendige Standfestigkeit und Flexibilität, um – in Verbindung mit dem Glasfaser-Netz – eine einen tragenden Asphaltaufbau von nur 110 mm Stärke zu ermöglichen. Diese minimalistische Instandsetzung erlaubte eine Bauzeit von nur 16 Wochenenden – von Oktober 2009 bis Januar 2010 – bei nur geringfügigen Verkehrsbehinderungen.

Die erste Asphaltschicht war eine 20 mm dicke polymermodifizierte Ausgleichsschicht, die eine ebene Grundlage für das Gitternetz bot. Nach dem Verlegen wurde das Gitternetz zunächst mit einem PmB-Kleber versiegelt. Danach folgte der Aufbau einer speziellen 70 mm dicken Asphaltbinderschicht zur Verstärkung der Straßendecke und zur Gewährleistung ihrer Standfestigkeit und Flexibilität.

„Dies ist nicht unbedingt unsere übliche Bauweise von Asphaltdecken“, stellt Tim Smith, Technisch Verantwortlicher bei Tarmac, fest. „Wir haben tatsächlich einen polymermodizierten EME-Asphalt eingebaut.“ EME wird normalerweise mit einem konventionellen Destillationsbitumen gebunden, was ein steifes, hochfestes Material ergibt. Während die Festigkeit beabsichtigt war, setzte Tarmac alles daran, ebenso einen guten Widerstand gegen fortschreitende Rissbildungen zu erreichen, und dies erforderte Flexibilität.

Der Bitumenspezialist, der Tarmac in der Entwicklung der innovativen Bauweise unterstützte, war Nynas. Das Unternehmen steuerte sein hochwertiges PMB Endura Z4 zur Erstellung des Asphaltbelages bei, den Tim Smith für eine herausragende Binderschicht hält.