Die Milchlaster bringen es
Konnektivität gilt als eine der Säulen für die Mobilität der Zukunft. Fahrzeuge, die permanent online sind, eröffnen Möglichkeiten zur Verbesserung der Straßeninstandhaltung, wie Beispiele von Finnland bis Kenia zeigen.
Auf Finnlands Straßen sind täglich über hundert Lkw des Milcherzeugers Valio unterwegs. Jeder der Milchlaster legt etwa 275.000 km im Jahr zurück. Die Fahrer der Großmolkerei sind also bestens in der Lage, den Straßenzustand im Auge zu behalten. Diese Idee wurde in einem gemeinsamen Pilotprojekt von Valio, der staatlichen finnischen Verkehrsagentur und dem IT-Beratungsunternehmen Tieto umgesetzt.
Das mobile Datensystem der Milchlaster wurde so modifiziert, dass die Fahrer verschiedenartige Schäden auf den Straßen und deren Lage melden können, von Schlaglöchern über Wasserschäden bis hin zu umgestürzten Bäumen. Dadurch war die Verkehrsagentur, die für den Erhalt des Straßennetzes zuständig ist, in der Lage schneller zu reagieren, weitere Verschlechterungen zu verhindern und den Reparaturaufwand gering zu halten.
Eine mögliche Weiterentwicklung ist die Ausrüstung der Lkw mit Kameras oder Sensoren, damit ein Teil der Überwachung automatisch abläuft. Diese Methoden wurden auch schon mit Müllwagen getestet, unter anderem in Großbritannien und Kenia.
