Heiße Straßen im Winter

Eis und Frost bereiten auf den winterlichen Straßen in Nordeuropa immer wieder Probleme. Ein nächster Schritt ist jetzt durch ein Projekt gemacht worden, das Forscher der Technischen Hochschule Chalmers mit Förderung durch das schwedische Zentralamt für Verkehrsinfrastruktur und das norwegische Straßenbauamt durchgeführt haben.

Eis und Frost bereiten auf den winterlichen Straßen in Nordeuropa immer wieder Probleme. Dies gilt insbesondere für Straßen mit steilen Steigungen, Überführungen und Brücken. In Tests auf besonders ausgesetzten Straßenabschnitten wurde versucht, das Eis mit Hilfe von Abwärme aus Fernwärmeanlagen zu beseitigen. Ein nächster Schritt ist jetzt durch ein Projekt gemacht worden, das Forscher der Technischen Hochschule Chalmers mit Förderung durch das schwedische Zentralamt für Verkehrsinfrastruktur und das norwegische Straßenbauamt durchgeführt haben.

Das Verfahren basiert auf einer geothermischen Pumpanlage, die Wärme im Grundgestein speichert und dabei dasselbe Prinzip wie bei einer geothermischen Gebäudeheizung verwendet. Da aber eine Straße eine sehr viel größere Fläche hat als ein Gebäude, geht es vor allem darum, ausreichend Energie für die Erdwärme bereitzustellen.

Die jetzt getestete Lösung umfasst die Nutzung der Sonneneinstrahlung aus den Sommermonaten. Die Wärme auf der Oberfläche der Straße erhitzt eine in Rohrleitungen umlaufende Flüssigkeit. Diese sind in der Tragschicht eingebaut, wenn es sich um einen Asphaltbelag handelt. Durch Leitung der Erdwärme in den Rohren wird das umgebende Gestein erwärmt. Die Energie wird dann im Gestein gespeichert und im Winter genutzt, indem die Wärme zurück zur Straße gepumpt wird.

„Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Straße gekühlt wird, wenn Sie die Wärme im Sommer auffangen, was die Gefahr von Verformung und Auswaschungen reduziert“, sagt Jan-Erik Lundmark, leitender Berater für Straßeninstandhaltung beim schwedischen Zentralamt für Verkehrsinfrastruktur.

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