Heiße Straßen im Winter

Eis und Frost bereiten auf den winterlichen Straßen in Nordeuropa immer wieder Probleme. Ein nächster Schritt ist jetzt durch ein Projekt gemacht worden, das Forscher der Technischen Hochschule Chalmers mit Förderung durch das schwedische Zentralamt für Verkehrsinfrastruktur und das norwegische Straßenbauamt durchgeführt haben.

Eis und Frost bereiten auf den winterlichen Straßen in Nordeuropa immer wieder Probleme. Dies gilt insbesondere für Straßen mit steilen Steigungen, Überführungen und Brücken. In Tests auf besonders ausgesetzten Straßenabschnitten wurde versucht, das Eis mit Hilfe von Abwärme aus Fernwärmeanlagen zu beseitigen. Ein nächster Schritt ist jetzt durch ein Projekt gemacht worden, das Forscher der Technischen Hochschule Chalmers mit Förderung durch das schwedische Zentralamt für Verkehrsinfrastruktur und das norwegische Straßenbauamt durchgeführt haben.

Das Verfahren basiert auf einer geothermischen Pumpanlage, die Wärme im Grundgestein speichert und dabei dasselbe Prinzip wie bei einer geothermischen Gebäudeheizung verwendet. Da aber eine Straße eine sehr viel größere Fläche hat als ein Gebäude, geht es vor allem darum, ausreichend Energie für die Erdwärme bereitzustellen.

Die jetzt getestete Lösung umfasst die Nutzung der Sonneneinstrahlung aus den Sommermonaten. Die Wärme auf der Oberfläche der Straße erhitzt eine in Rohrleitungen umlaufende Flüssigkeit. Diese sind in der Tragschicht eingebaut, wenn es sich um einen Asphaltbelag handelt. Durch Leitung der Erdwärme in den Rohren wird das umgebende Gestein erwärmt. Die Energie wird dann im Gestein gespeichert und im Winter genutzt, indem die Wärme zurück zur Straße gepumpt wird.

„Ein weiterer positiver Effekt ist, dass die Straße gekühlt wird, wenn Sie die Wärme im Sommer auffangen, was die Gefahr von Verformung und Auswaschungen reduziert“, sagt Jan-Erik Lundmark, leitender Berater für Straßeninstandhaltung beim schwedischen Zentralamt für Verkehrsinfrastruktur.

Praxisbeispiel

Straßeninstandhaltung, Finnland

Das finnische Straßennetz hat eine Gesamtlänge von 454.400 Kilometer. Der staatlich betriebene Anteil – 78.000 Kilometer – besteht aus Hauptstraßen der = Klasse I und II, Autobahnen und Regionalund Verbindungsstraßen. 2019 wurde der Belag auf rund 1.800 Kilometern des öffentlichen Straßennetzes neu asphaltiert.

Praxisbeispiel

Kiruna, Schweden

Die Eisenerzgrube im nordschwedischen Kiruna ist seit über 100 Jahren in Betrieb. Sie ist das größte Untertagewerk auf der Welt mit einer Tagesproduktion, die der Stahlmenge von sechs Eiffeltürmen entspricht.

Forschung

Das Bitumenlabor in Nynäshamn

Carl Hultin berichtet über die Schlüsselrolle des Bitumenlabors von Nynas BitTech, die es spielt, um in enger Zusammenarbeit mit den Kunden die besten technischen Lösungen zu bieten.

Notizen

Nynas schließt Reorganisation erfolgreich ab

Das Amtsgericht Södertörn entschied heute, dass die Reorganisation des Unternehmens Nynas nach einer Gläubigerversammlung, bei der der zuvor eingereichte Vergleichsvorschlag angenommen wurde, nun abgeschlossen ist.

Notizen

Die Qualität hinkt hinterher

Roberto Crotti, World Economic Forum (WEF), über den Ausbau der europäischen Straßennetze.

Interview über Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit


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