Kaltmischtechnologie im Rampenlicht

Neue, fortschrittliche Analyseverfahren zur Untersuchung der Wechselwirkung zwischen Bitumenemulsionen und mineralischen Oberflächen leisten einen wichtigen Beitrag, um Vorteile bei der Nachhaltigkeit zu erzielen.

Zum Jahreswechsel ist in Zusammenarbeit zwischen der Universität Luleå, dem Bauunternehmen Peab und Nynas ein mehrjähriges Forschungsprojekt eingeleitet worden. Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen neue Testmethoden entwickelt werden, um die Auswahl von Bitumen und Zuschlagstoffen bei der Auslegung von leistungsstarkem Kaltmischasphalt zu erleichtern. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird vom schwedischen Forschungsrat für nachhaltige Entwicklung Formas finanziert.

„Wir möchten ein grundlegendes Verständnis der wichtigsten Parameter bekommen, die das Brechen,Vereinigen und den Strukturaufbau in Bezug auf die Mineralogie und die Oberflächeneigenschaften des Zuschlagstoffs in Kaltasphaltmischungen beeinflussen“, sagt Hilde Soenen, Research Manager bei Nynas Bitumen.

Ausgangspunkt ist die Untersuchung, wie unterschiedliche Mineralienarten, in erster Linie Feldspat, Plagioklas und Quarz, die Bruchgeschwindigkeit einer Emulsion beeinflussen.

„Auf diese Weise können wir die Parameter zur Optimierung des Emulsionsverhaltens für verschiedene Arten von Mineralien in verschiedenen Phasen der Kaltmischasphaltherstellung bestimmen“, erklärt Hilde Soenen.

Mit einem besseren Verständnis für das Brechen und Aushärten von Emulsionen in Abhängigkeit von der Mineralogie des Zuschlagstoffes ist es möglich, zu frühes oder zu spätes Brechen von Emulsionen zu vermeiden. Darüber hinaus werden die Möglichkeiten des Einsatzes von Ultraschall bei Bildung und Brechen von Emulsionen evaluiert.

Nynas übernimmt in einer ersten Phase die Vorbereitung von Emulsionen mit spezifischen Eigenschaften, während die Universität Luleå ihre Expertise in den Bereichen NMR* und Ultraschalltechnologie einbringt.

„Ein Großteil der Arbeiten findet im Labor statt", so Soenen. „Sobald die Ergebnisse vorliegen, werden Peab und Nynas einen größeren Pilotversuch in einer Versuchsanlage durchführen, voraussichtlich 2024.“

Bei der Prüfung des Projekts hat Formas das sehr hohe wissenschaftliche Know-how der beteiligten Parteien ebenso gewürdigt wie die Tatsache, dass es gute Möglichkeiten gebe, signifikante Ergebnisse bei der Verwendung von Kaltasphalt auf Hauptstraßen zu erzielen. Unterstri-chen werden auch die Vorteile für die Nachhaltigkeit durch einen deutlich niedrigeren Energieverbrauch und geringere CO2-Emissionen.

*Die Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) ist eine quantitative Methode, die Informationen über die Struktur von Molekülen und molekulare Wechselwirkungen liefert.

Notizen

Bitumen to focus on core European markets

The world is changing at a rapid pace, and Nynas is now taking strategic steps to strengthen its competitiveness in core markets. Nynas will create a business footprint focusing on customers in the naphthenics and bitumen market in Europe, and significantly improve efficiency to deliver a competitive customer experience. Furthermore, Nynas will focus on four strategic sustainability areas: product development, environment and climate change, health and safety as well as people and society.

Sicherheit

Appreciated Safety Day in Norway

To minimise the risk of accidents and injuries when loading and unloading bitumen, Nynas holds annual driver meetings.

Interview

Brains of Nynas: Sarah Badley

Sarah Badley works as Bitumen Sales Manager, covering the North of England, but is also responsible for the Nynas Bitumen Customer Service Centre in the UK. She joined Nynas in 2014, having spent many years working in the motor industry with brands including Porsche, Mercedes-Benz and BMW. Find out what's on her mind.

Notizen

Natürliches Bitumen im Turm zu Babel

Durch Spektroskopie, Mikrotomographie und Rasterelektronenmikroskopie konnten Forscher nachweisen, dass die Ziegel bei diesem mächtigen Turm mit natürlichem Bitumen verbunden waren.

Notizen

Alle zentralen Akteure arbeiten zusammen

Katri Eskola, Expertin für Straßeninstandhaltung Finnische Straßenbaubehörde

Debatte: Die COVID-19-Pandemie


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