Die Milchlaster bringen es

Konnektivität gilt als eine der Säulen für die Mobilität der Zukunft. Fahrzeuge, die permanent online sind, eröffnen Möglichkeiten zur Verbesserung der Straßeninstandhaltung, wie Beispiele von Finnland bis Kenia zeigen.

Auf Finnlands Straßen sind täglich über hundert Lkw des Milcherzeugers Valio unterwegs. Jeder der Milchlaster legt etwa 275.000 km im Jahr zurück. Die Fahrer der Großmolkerei sind also bestens in der Lage, den Straßenzustand im Auge zu behalten. Diese Idee wurde in einem gemeinsamen Pilotprojekt von Valio, der staatlichen finnischen Verkehrsagentur und dem IT-Beratungsunternehmen Tieto umgesetzt.

Das mobile Datensystem der Milchlaster wurde so modifiziert, dass die Fahrer verschiedenartige Schäden auf den Straßen und deren Lage melden können, von Schlaglöchern über Wasserschäden bis hin zu umgestürzten Bäumen. Dadurch war die Verkehrsagentur, die für den Erhalt des Straßennetzes zuständig ist, in der Lage schneller zu reagieren, weitere Verschlechterungen zu verhindern und den Reparaturaufwand gering zu halten.

Eine mögliche Weiterentwicklung ist die Ausrüstung der Lkw mit Kameras oder Sensoren, damit ein Teil der Überwachung automatisch abläuft. Diese Methoden wurden auch schon mit Müllwagen getestet, unter anderem in Großbritannien und Kenia.

Interview

Planung für die Zukunft

Die Bauindustrie verlangt einen neuen Infrastrukturplan für Dänemark. Viele Großprojekte, von denen Dänemark und Europa gleichermaßen profitieren, hängen davon ab. Anders Hundahl erklärt die Zusammenhänge.

Praxisbeispiel

E 18, Norwegen

Nach zwei arbeitsreichen Jahren ist das Bauunternehmen NCC mit der Asphaltierung eines 23 km langen Teilstücks der E 18 zwischen Arendal und Tvedestrand in Südnorwegen fertig.

Praxisbeispiel

Storstrøm-Brücke, Dänemark

Der dänische Staat baut eine neue Storstrøm- Brücke zwischen Seeland und Falster. Die Brücke wird Teil der Eisenbahnanbindung zum geplanten Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland. Die 3,8 km lange Brücke wird rund 560 Mio. EUR kosten und soll 2022 eröffnet werden.

Forschung

Weniger Spurrinnenbildung

Dank eines neuen Vorhersageinstruments für die Verformung von Asphalt kann Nynasdie Vorteile von polymermodifiziertem Bitumen (PMB) in Asphaltbelägen nachweisen.Weniger bleibende Verformung ist gleich weniger Instandsetzung.

Notizen

Die Qualität hinkt hinterher

Roberto Crotti, World Economic Forum (WEF), über den Ausbau der europäischen Straßennetze.

Interview über Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit


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