Warum elektrifizierte Straßen?

Ein wichtiger Faktor beim künftigen Straßenbau ist die Senkung der CO2-Emissionen insbesondere aus dem Schwerlastverkehr. Laut dem Beratungsunternehmen WSP könnten zwei Drittel des Schwerlastverkehrs in Schweden bis 2030 auf elektrifizierten Straßen erfolgen.

Schweden ist in diesem Bereich ein Vorreiter. 2016 wurde auf der E16 nördlich von Stockholm der weltweit erste elektrifizierte Straßenabschnitt für Lkw errichtet. Kurz darauf begannen entsprechende Maßnahmen in Deutschland.

Der Schwerpunkt liegt auf Lkw. Der Grund hierfür ist, dass die in Pkw verwendeten Batterien nicht über ausreichende Kapazitäten für Fahrzeuge verfügen, die schwere Lasten über große Distanzen befördern. Elektrifizierte Straßen versorgen die Lastwagen mit ausreichend Kraft, die durch Standardbatterien ergänzt werden kann, wenn das Fahrzeug die Straße verlässt, um seine Ladung abzuliefern. Was Schweden betrifft, so geht die schwedische Straßenbaubehörde davon aus, dass eine Elektrifizierung von 2.000 bis 3.000 Kilometer des landesweiten Straßennetzes rentabel wäre.

Ein solcher Umbau verlangt beträchtliche Investitionen in neue, leistungsfähige Stromnetze, die Strom für die größten Autobahnen liefern können. Eine weitere Herausforderung ist die Erweiterung auf ganz Europa, was wiederum eine internationale Norm erforderlich macht, die festlegt, wie elektrisch betriebene Fahrzeuge während der Fahrt aufgeladen werden können. Nur dann wird es möglich sein, Güter mit Schwerlast-Lkw von Malaga im Südspanien bis zum Nordkap in Norwegen ohne Bedarf an Tanken zu transportieren.

Notizen

Stopp – und volle Kraft voraus

Am 27. November 2020, nach 46 Tagen und 8.000 Arbeitsschritten ohne Unfälle und ohne jegliche COVID-19-Infektionen, wurde ein Turnaround auf der Raffinerie von Nynas in Harburg abgeschlossen.

Praxisbeispiel

Porsgrunn, Norwegen

Der globale norwegische Industriekonzern Yara International setzt als erster weltweit ein vollständig elektrisch betriebenes Containerschiff im kommerziellen Betrieb ein. Um den Übergang vom Land- zum Seetransport zu fördern, werden die Kaianlagen in Porsgrunn ausgebaut.

Debatte

Straßeninstandhaltung – eine europäische Herausforderung

Die fehlenden Mittel für die Straßeninstandhaltung sind ein wachsendes Problem in Europa. Weitreichende Maßnahmen sind jetzt nötig, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern.

Praxisbeispiel

Hohe Anforderungen an Haltbarkeit

Um der Beanspruchung von Schwerlast-Lkw und Containern standzuhalten, entschied sich der Hafen im nordschwedischen Piteå für ein polymermodifiziertes Bindemittel beim Belag auf den besonders intensiv genutzten Teilen der neuen Hafenfläche.

Notizen

Alle zentralen Akteure arbeiten zusammen

Katri Eskola, Expertin für Straßeninstandhaltung Finnische Straßenbaubehörde

Debatte: Die COVID-19-Pandemie


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