Der Aufgabe gewachsen

Nynas spielt eine zentrale Rolle bei der Lieferkette für ein großes Straßenbauprojekt in England und stellte mehr als 20.000 Tonnen Bitumen in zeitkritischen Chargen bereit, damit die Arbeiten vorzeitig abgeschlossen werden konnten.

Herausforderung
Für den Ausbau der A14 zwischen Cambridge und Huntingdon wurde ein robuster Straßenbelag gesucht, der auch eine lärmarme Deckschicht umfasst.
Der Ausbau der Autobahn A14 zwischen Cambridge und Huntingdon gilt als das größte Straßenbauprojekt in Großbritannien. Das Projekt von Highways England mit einem Budget von 1,5 Milliarden GBP sollte zum Jahresende 2020 fertiggestellt werden, wurde jedoch bereits im Frühjahr eröffnet. Das staatliche Unternehmen sieht das Projekt als großen Erfolg an. Es stellt ein wichtiges Verbindungsglied zwischen den regen Regionen in den Midlands und dem Osten von England dar.

„Das Projekt beruhte auf der Flexibilität und Koordination der beteiligten Parteien“, bemerkt Robyn Howat, Leiter der auf der Baustelle errichteten Asphaltanlage, die vom britischen Unternehmen Aggregate Industries betrieben wurde.

Lösung
Straßenbaubitumen wurde für die 32 mm Tragschicht und die 20 mm Binderschicht verwendet. Für die äußerst dünne Deckschicht wurde polymermodifizierter Bitumen (PMB), Nypol 77 und eine sehr geringe Menge Nynas Endura Z2 verwendet.
Die Versorgung der Asphaltanlage mit Bitumen erwies sich als knifflige Aufgabe für Nynas. Die schiere Größe des Projekts und dessen Standort in einem besonders verkehrsreichen Teil des Landes bedeutete, dass die Pläne häufig auf täglicher Basis gemacht werden mussten, was eine langfristige Planung erschwerte oder sogar unmöglich machte.

„Damit alles reibungslos und koordiniert funktionieren konnte, hatten wir tägliche Planungsmeetings, auf denen zum Beispiel festgelegt wurde, welche Lieferungen am nächsten Tag gebraucht wurden“, erklärt Robyn Howat. „Dank der Flexibilität aller Beteiligten schritten die Arbeiten besser voran als erwartet.“

„Es war eine anspruchsvolle Aufgabe, aber indem wir gut mit dem Baustellenpersonal zusammenarbeitet haben, konnten wir viele Probleme bewältigen, uns der Aufgabe gewachsen zeigen und unseren Teil zum erfolgreichen Abschluss des Projekts beitragen“, sagt Chris Rhodes, Bitumen Sales Manager für Nynas in Großbritannien.

ErgebnisEine haltbare, aber geräuscharme Straßenoberfläche für das hohe Verkehrsaufkommen in einem bebauten Gebiet.Nynas muss nach engen Zeitplänen liefern – nicht nur die richtigen Mengen, sondern auch die korrekten Bitumenqualitäten, um Schritt mit dem Straßenbau zu halten.

Der ehrgeizige, 33 Kilometer lange Ausbauplan, der für Highways England durch das A14 Integrated Delivery Team umgesetzt wurde – ein Joint Venture mit den Bauunternehmen Balfour Beatty, Costain und Skanska und den Planungsbüros Atkins und Jacobs (formell CH2M) –, umfasste eine neue Umfahrung und eine bedeutende Straßenverbreiterung für Lkw. Der Ausbau schafft eine strategische Verbindung zwischen zwei wichtigen Autobahnen, die die Industrieregion in den Midlands mit den Zufahrtsstraßen zum größten britischen Containerhafen in Felixstowe verbinden.

Das erwartete Verkehrsaufkommen von rund 85.000 Fahrzeugen pro Tag, darunter einem großen Anteil an Lastwagen, verlangte eine haltbare, robuste Struktur für die A14. Da die Gegend in unmittelbarer Nähe zum stark befahrenen Straßennetz dicht besiedelt ist, müssen neue Straßen auch mit einer geräuscharmen Deckschicht versehen sein.

„Auf der Grundlage aus Sand und zwei Lagen zementgebundenem Gemisch (CBGM) bauten wir eine 32-mm- Asphalt-Tragschicht und dann eine 20-mm-Binderschicht ein, bevor wir die superdünne geräuscharme Deckschicht aufbrachten“, erklärt Robyn Howat.


Baustellenleiter Ian Grimmer (links) und Robyn Howat vor der Asphaltanlage, die eigens für das größte Straßenbauprojekt in England errichtet wurde.

Das Strassenbauprojekt war für Aggregate Industries das bislang größte Vorhaben. Mehr als eine Millionen Tonnen Zuschlagstoffe mussten geliefert werden.

„Das war ein spannendes Projekt, das die Bedeutung einer guten, direkten Kommunikation mit den Bauunternehmen und Lieferanten unterstrichen hat“, sagt Robyn Howat.

Die Lieferung von mehr als 20.000 Tonnen Straßenbaubitumen und PMB verlangte von Nynas die Einhaltung von strengen betrieblichen und ökologischen Standards. So mussten zum Beispiel alle Lieferungen von Fahrzeugen und Speditionen ausgeführt werden, die nach dem Fleet Operator Recognition Scheme (FORS) zugelassen waren. Dies zielt darauf ab, dass die Arbeiten so ausgeführt werden, dass Gefahren auf der Straßen und Umweltgefährdungen weitestgehend reduziert werden. Nynas war der einzige Lieferant, der den FORS Silberstatus erreicht hat.

Notizen

Bitumen to focus on core European markets

The world is changing at a rapid pace, and Nynas is now taking strategic steps to strengthen its competitiveness in core markets. Nynas will create a business footprint focusing on customers in the naphthenics and bitumen market in Europe, and significantly improve efficiency to deliver a competitive customer experience. Furthermore, Nynas will focus on four strategic sustainability areas: product development, environment and climate change, health and safety as well as people and society.

Sicherheit

Appreciated Safety Day in Norway

To minimise the risk of accidents and injuries when loading and unloading bitumen, Nynas holds annual driver meetings.

Interview

Brains of Nynas: Sarah Badley

Sarah Badley works as Bitumen Sales Manager, covering the North of England, but is also responsible for the Nynas Bitumen Customer Service Centre in the UK. She joined Nynas in 2014, having spent many years working in the motor industry with brands including Porsche, Mercedes-Benz and BMW. Find out what's on her mind.

Notizen

Natürliches Bitumen im Turm zu Babel

Durch Spektroskopie, Mikrotomographie und Rasterelektronenmikroskopie konnten Forscher nachweisen, dass die Ziegel bei diesem mächtigen Turm mit natürlichem Bitumen verbunden waren.

Notizen

Alle zentralen Akteure arbeiten zusammen

Katri Eskola, Expertin für Straßeninstandhaltung Finnische Straßenbaubehörde

Debatte: Die COVID-19-Pandemie


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