Deutlich reduzierte Klimaauswirkungen

Die Verwendung eines polymermodifizierten Bindemittels (PMB), das biogenes Material enthält, erhöht die Lebensdauer eines Straßenbelags und reduziert gleichzeitig die Klimaauswirkungen.

Ein wichtiger Aspekt bei der Reduzierung der Umweltauswirkungen eines Produkts ist die Verlängerung seiner Lebensdauer. Und wenn Sie die Wiederverwendung oder das Recycling des Produkts verbessern können, ist das ein weiterer Vorteil.

Beide Eigenschaften sind Merkmale von Bitumen im Straßenbau – neben der langen Lebensdauer ist Asphalt zu 100 % wiederverwendbar.

„Durch die Zugabe von Polymeren können Sie die Lebensdauer einer Straße weiter verlängern“, sagt Jenny-Ann Östlund, Technology Manager bei Nynas Bitumen.

„Ein Nachteil ist, dass ein PMB an sich aufgrund des relativ großen Beitrags der Polymere zu seinem CO2-Fußabdruck eine größere Klimaauswirkung hat. Dies wird aber durch die längere Lebensdauer ausgeglichen.“

Um die Klimaauswirkungen noch weiter zu reduzieren, hat Nynas die Nypol RE-Reihe entwickelt. Das sind PMBs, die Material mit biogenem Kohlenstoff enthalten, das den erhöhten Fußabdruck von Polymeren kompensiert, ohne die längere Lebensdauer zu beeinträchtigen.

„Wenn man die gesamte Lebensdauer des Produkts betrachtet, führt dies zu einer deutlich reduzierten Klimaauswirkung“, bestätigt Jenny-Ann Östlund.

Die Verwendung von biogenem Material im Bindemittel ist mit den Richtlinien des Baukonzerns Skanska abgestimmt. Durch die schrittweise Reduzierung der Klimaauswirkungen seiner Asphaltprodukte strebt der Konzern an, bis 2045 klimaneutral zu sein.

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung wurde im vergangenen Herbst vollzogen, als Skanska auf dem Stockholmsvägen im schwedischen Malmö einen neuen Straßenbelag mit einer Gesamtfläche von 35.000 m² einbaute, wobei bei einem Teil der Fläche Nypol RE 73 verwendet wurde. Dieser Straßenabschnitt hat ein hohes Verkehrsaufkommen, das täglich rund 25.000 Fahrzeuge pro Fahrtrichtung umfasst.

Der Kunde, die Stadt Malmö, strebte aber nicht nur die Verlängerung der Lebensdauer an, sondern interessierte sich auch für eine Lösung mit möglichst geringem CO2-Fußabdruck. Dies eröffnete die Möglichkeit, das neue Bindemittel von Nynas zu testen.

Vor Beginn der Einbauarbeiten führte Skanska Laborstudien durch, um die funktionalen Eigenschaften der mit Nypol RE hergestellten Asphaltmischung mit einer Referenzmischung unter Verwendung von herkömmlichem PMB zu vergleichen. „Wir konnten keine Unterschiede zwischen den beiden Typen feststellen“, sagt Kenneth Olsson, Asphaltexperte bei Skanska. „Mit den Testabschnitten auf dem Stockholms-vägen möchten wir überprüfen, dass die funktionalen Eigenschaften, die wir im La-bor sehen, mit der tatsächlichen Verkehrs-belastung auf der Straße übereinstimmen.“

Ende September konnte das Einbauteam von Skanska mit der Arbeit beginnen. Der vorhandene Asphalt wurde abgefräst und durch den neuen polymermodifizierten Belag ersetzt. Um eine gleichbleibende Temperatur der Asphaltmischung zu gewährleisten, wurde ein Shuttle Buggy eingesetzt. Eine solche Homogenisierungseinheit vor dem Fertiger rührt den Asphalt kurz vor dem Verlegen, wodurch eine äußerst feine Oberflächenstruktur entsteht.

„Wir konnten auch bestätigen, dass das neue Bindemittel bei der Abgabe freier fließt als ein reguläres PMB und die Asphaltmischung sehr gut verarbeitbar ist, etwa wenn es um Gullys und Schächte herumgeht“, sagt Olsson. „Das Projekt in Malmö ein gutes Beispiel dafür, wie wir durch Zusammenarbeit in der Branche umweltfreundliche Produkte entwickeln und unsere Klimaauswirkungen reduzieren können.“

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