Stärkung durch Nachhaltigkeitsprofil

Wiederverwendung, weniger Materialtransporte und eine längere Lebensdauer machen die Bodenstabilisierung zu einem ressourcenschonenden Verfahren.

Die Küste von Helgeland ELGELAND erstreckt sich über beide Seiten des Polarkreises. Es ist eine der schönsten Naturregionen Norwegens und wahrscheinlich von ganz Europa. Besucher finden hier Sandstrände, steile Klippen und tausende Inseln, von denen viele von der UNESCO als Welterbestätten gelistet sind.

Im vergangenen Herbst hat Skanska gemeinsam mit seinem Subunternehmer Grevlingen & Co AS in diesem Bereich Straßenausbauarbeiten ausgeführt. Insgesamt wurden vier Straßenabschnitte mit einer neuen, verstärkten Tragschicht versehen.

„Dies sind Straßen mit geringem Verkehrsaufkommen, schlechter Tragfähigkeit, tiefen Spurrillen und Überhängen“, erklärt Tor Jakob Sandvik, Produktionsleiter bei Skanska Industrial Solutions in Norwegen.

Aufgrund des schlechten Zustands der Straßen wurde eine Bodenstabilisierung beschlossen. Bei dieser Methode wird die Trag-schicht durch Abfräsen des vorhandenen Asphalts und der darunterliegenden Schicht nachgebildet, bevor neue Zuschlagstoffe und geschäumtes Bitumen zur bestehenden Straßenstruktur hinzugefügt werden.

„Wir haben die Straße 20 cm tief abgefräst und dann neue, zerkleinerte Gesteinsbrocken mit dem gefrästen Material vermischt und Bitumen im Verhältnis von 8 Litern pro Quadratmeter hinzugefügt“, erklärt Tor Jakob Sandvik.

Anschließend wurde der Belag planiert und verdichtet, bevor einige Tage später die Asphaltierung erfolgte. Die Deckschicht besteht aus einem Agb16 mit Nypave 190 HT als Bindemittel, das Asphalt volumen beträgt etwa 110 kg/m2.

Angesichts der geografischen Lage und der wechselhaften Witterung stellte die Logistik eine große Herausforderung dar. Das gesamte Bitumen wurde vom Nynas-Depot in Holmsund in Schweden geliefert. Dabei musste eine ausreichend hohe Temperatur über den gesamten Streckenverlauf gewährleistet bleiben.

Besondere Eigenschaften

Grevlingen & Co AS war für die eigentliche Bodenstabilisierung verantwortlich.

„Wir haben eine sehr leistungsstarke Maschine eingesetzt, die Wirtgen WR250, die das für die Stabilisierung verwendete Straßenmaterial zerkleinert und homogenisiert. Sie ist außerdem mit einem System ausgestattet, das das Bitumen beim Fräsen aufschäumt“, sagt Jarle Ståhl, CEO von Grevlingen.

„Da das Projekt auf Inseln vor der Küste von Helgeland durchgeführt wurde, war sehr viel Planung nötig – nicht zuletzt, weil wir auf die Flut warten mussten, um die Ausrüstung mit dem Schiff zu transportieren.“

Wenn die Tragschicht mit dem Boden-stabilisierer und Recycler verstärkt wird, wird in erster Linie das vorhandene Material aus der Straße wiederverwendet. Der alte Asphalt wird daher mit Teilen der Tragschicht plus einer geeigneten Menge Schotter gemischt.

Ståhl betont, wie wichtig es ist, dass das Material gut planiert wird und genügend feinen Zuschlagstoff enthält.

„Schaumbitumen funktioniert am besten in feinem Zuschlagstoff. Zusammen bilden sie eine Art Mörtel, der den größeren Schotter zusammenhält und der Tragschicht ihre besonderen Eigenschaften verleiht. Sie wird fester und flexibler, mit weniger Wasserempfindlichkeit und einer längeren Lebensdauer. Darüber hinaus ist die tatsächliche Bauzeit kurz und effizient.“

Notizen

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The world is changing at a rapid pace, and Nynas is now taking strategic steps to strengthen its competitiveness in core markets. Nynas will create a business footprint focusing on customers in the naphthenics and bitumen market in Europe, and significantly improve efficiency to deliver a competitive customer experience. Furthermore, Nynas will focus on four strategic sustainability areas: product development, environment and climate change, health and safety as well as people and society.

Sicherheit

Appreciated Safety Day in Norway

To minimise the risk of accidents and injuries when loading and unloading bitumen, Nynas holds annual driver meetings.

Interview

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