Beachten, denken, handeln

Damit alle Mitarbeiter täglich unversehrt von der Arbeit nach Hause gehen können, muss jeder Einzelne persönliche Verantwortung übernehmen. Bitumen Matters hat die Spezialprodukte-Abteilung der Nynas Raffinerie in Eastham besucht.

Die Raffinerie Eastham befindet sich im Nordwesten Englands und umfasst auch eine Anlage für Spezialprodukte, in der Nynas polymermodifiziertes Bitumen und Bitumenemulsionen herstellt. Der Betrieb läuft rund um die Uhr, und Sicherheit wird großgeschrieben.

„Rund um die Anlage gibt es eine Vielzahl von Gefahrenquellen“, berichtet James Reid, Operations Manager bei Nynas UK. „Dazu gehören heiße Produkte, Behälter und Rohre, schädliche Chemikalien, Fahrzeuge, Arbeiten in der Höhe, Lärm, Arbeit von Hand und rotierende Maschinen.“

Um Unfälle zu vermeiden, gibt es klare Vorschriften, die alle Mitarbeiter beachten und einhalten müssen.

„Bei Nynas gilt der wichtige Grundsatz, Beachten, denken, handeln‘ – und das immer. Zudem müssen alle Arbeitsverfahren und Risikobewertungen eingehalten werden, einschließlich des Tragens der korrekten persönlichen Schutzausrüstung (PSA).“

Die langfristige Ausrichtung auf Sicherheit hat gute Ergebnisse gezeigt. Seit 2011 wurde die Zahl der Unfälle mit Personenschäden drastisch gesenkt.

Als feste Komponente im Arbeitsschutz gilt das Melden von Beinahe-Unfällen. Denn werden diese gemeldet, können Risikofaktoren frühzeitig erkannt und dadurch Verletzungen vermieden werden.

„In den letzten Jahren ist der Anteil der Beinahe-Unfälle deutlich gestiegen“, berichtet James Reid. „Es ist wichtig, jeden Vorfall zu melden, damit das Team die Dinge in Zukunft besser machen kann.“

Der Arbeitsschutz ist ein fortlaufender Prozess. Ein sicherer Arbeitsplatz erfordert viel Initiative und ein konstant hohes Sicherheitsbewusstsein bei allen Mitarbeitern.

„Das Special-Products-Team konzentriert sich auf die kontinuierliche Stärkung des Risikobewusstseins. Wir erreichen das durch den Austausch von Erfahrungen und tägliche Gespräche über das Thema Sicherheit in unseren Produktionsmeetings, durch einen anhaltenden Fokus auf die Meldung von Beinahe-Unfällen und indem wir unsere Arbeitsverfahren auf Praxistauglichkeit prüfen“, so James Reid.

Interview

Planung für die Zukunft

Die Bauindustrie verlangt einen neuen Infrastrukturplan für Dänemark. Viele Großprojekte, von denen Dänemark und Europa gleichermaßen profitieren, hängen davon ab. Anders Hundahl erklärt die Zusammenhänge.

Praxisbeispiel

E 18, Norwegen

Nach zwei arbeitsreichen Jahren ist das Bauunternehmen NCC mit der Asphaltierung eines 23 km langen Teilstücks der E 18 zwischen Arendal und Tvedestrand in Südnorwegen fertig.

Praxisbeispiel

Storstrøm-Brücke, Dänemark

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Forschung

Weniger Spurrinnenbildung

Dank eines neuen Vorhersageinstruments für die Verformung von Asphalt kann Nynasdie Vorteile von polymermodifiziertem Bitumen (PMB) in Asphaltbelägen nachweisen.Weniger bleibende Verformung ist gleich weniger Instandsetzung.

Notizen

Die Qualität hinkt hinterher

Roberto Crotti, World Economic Forum (WEF), über den Ausbau der europäischen Straßennetze.

Interview über Infrastruktur und Wettbewerbsfähigkeit


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