Einen kühlen Kopf bewahren

Bitumen wird bei hohen Temperaturen verarbeitet. Deshalb werden wichtige Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um das Verbrennungsrisiko zu minimieren.

Entscheidend für die Vermeidung von Verbrennungen beim Umgang mit heißem Bitumen ist das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Sollte dennoch ein Unfall passieren, kann das Vorhandensein einer Notdusche an der Entladestelle die Folgen einer Verbrennung deutlich mildern.

Dies sagen die Leitlinien von Eurobitume unter anderem über Notduschen:• Sie müssen für mindestens 15 Minuten sauberes Wasser abgeben können, das den ganzen Körper erreicht.

• Sie befinden sich im Umkreis zwischen 6 und 20 m Entfernung zum Entladepunkt.

• Wöchentliche Tests und vorgeschriebene Wartung müssen durchgeführt werden. Die Fahrer sollten die Notdusche in Augenschein nehmen, bevor sie mit dem Entladen beginnen.

Mehr unter: eurobitume.eu/de/
nc/publikationen/dokumente/
Mit dem Wasser der Notdusche wird die Haut nach dem Kontakt mit heißem Bitumen stark abgekühlt. Das Kühlen ist die beste Erste-Hilfe-Maßnahme bei solchen Unfällen – und es muss schnell erfolgen. Durch das schnelle Absenken der Temperatur wird das Risiko bleibender Hautschäden gesenkt.

Das Bauunternehmen Skanska verlangt in seinen Richtlinien für die Bitumenentladung die Ausstattung sämtlicher Asphaltwerke mit Notduschen. Diese Anforderung betont die wichtige Rolle der Notduschen für die sichere Handhabung von Bitumen. Dieser Standard findet sich auch im dem Merkblatt „Sichere Anlieferung von Bitumen“, herausgegeben von Eurobitume.

„Die Notdusche muss leicht zugänglich und natürlich jederzeit funktionsfähig sein“, erklärt Bjørn Trana, zuständig für den Arbeitsschutz bei Skanska in Norwegen.

Skanska hat 2017 in allen norwegischen Asphaltwerken neue Notduschen installiert. Grundlage hierfür war eine Arbeitsschutzinitiative für sichere Logistik der Skanska-Konzernzentrale in Schweden. Nynas war an diesem Projekt beteiligt und führt die regelmäßigen Treffen zum Thema Sicherheit mit Skanska und anderen Kunden fort.

„Das schwedische Modell bildet die Grundlage für unsere Arbeit hier in Norwegen. Es entspricht auch den Best- Practice-Leitlinien für Notduschen von Eurobitume“, erklärt Bjørn Trana.

Praxisbeispiel

Sokndal, Norwegen

In einer idyllischen Gegend in Südwestnorwegen, zwei Autostunden entfernt von der Ölmetropole Stavanger, ist im Sommer das Motorcenter Norway eröffnet worden.

Notizen

30 Jahre in Tallinn

Seine Aktivitätet in Estland nahm Nynas unmittelbar vor der Unabhängigkeit des Landes von der Sowjetunion 1991 auf. Der Umsatz war zunächst gering, doch nach dem Jahrtausendwechsel stiegen die Mengen dramatisch an.

Interview

Den Weg bahnen für Asphalt 4.0

Die Digitalisierung breitet sich aus in der Asphaltindustrie. Der jüngste Eurasphalt & Eurobitume (E&E) Congress fand in Juni ausschließlich in virtueller Form statt. Er verlief erfolgreich, doch beim kommenden E&E Event soll die persönliche Begegnung mit dem Fachpublikum wieder im Mittelpunkt stehen.

Praxisbeispiel

Frische Landebahn für die Staats- und Regierungschefs

Bei ihrer Zusammenarbeit bei der Erneuerung der Startbahn-, Rollbahnund Vorfeldflächen auf dem Cornwall Newquay Airport hatten Aggregate Industries und Nynas neben einem straffen Zeitplan auch große logistische Herausforderungen zu bewältigen. Dank ihrer guten Kooperation konnte das Projekt pünktlich und sicher landen.

Notizen

Alle zentralen Akteure arbeiten zusammen

Katri Eskola, Expertin für Straßeninstandhaltung Finnische Straßenbaubehörde

Debatte: Die COVID-19-Pandemie


Abonnieren Sie!

Bitumen Matters anfordern.

Klicken Sie hier, um das Magazin auf Deutsch, Englisch oder Schwedisch zu erhalten.