Know-how für sichere Lieferungen

Bitumen wird heiß angeliefert. Deshalb sind ganz bestimmte Abläufe vorgeschrieben, die Gefahren, wie z. B. Verbrennungen, minimieren sollen. Sicherheit steht bei der Spedition Kördel stets im Fokus.

Kördel liefert seit über 15 Jahren Bitumen für Nynas aus, seit fünf Jahren auch naphthenische Spezialöle. Als 2016 die neue Bitumenverladung der Harburger Raffinerie in Betrieb ging, übertrug Nynas Kördel die Hauptverantwortung für die Verladung der TKW. Seit September 2016 hat Kördel mehr als 10000 Verladungen in Harburg unternommen, allesamt unfallfrei.

Über die Jahre hat die Spedition ein gut strukturiertes Sicherheitsmodell entwickelt. So müssen beispielsweise alle Fahrer Ihre Tanklastzüge nach jedem Stopp anhand einer standardisierten Checkliste überprüfen, die später kontrolliert wird. Dadurch wird sichergestellt, dass sowohl das Fahrzeug als auch die persönliche Schutzausrüstung der Fahrer in ordnungsgemäßem Zustand sind.

Die Bitumenverladung in der Nynas Raffinerie in Harburg ging im Herbst 2016 in Betrieb
In der automatischen Verladestation können die Fahrer ihre Tankzüge selbst beladen. Vor dem Einfahren erhält der Fahrer eine Einweisung und muss einige Fragen beantworten, um zu zeigen, dass er mit den Sicherheitsmaßnahmen vertraut ist. Zum Starten Abfüllvorgangs gibt der Fahrer am Bildschirmterminal seine Bestellnummer ein. Die Anlage ist mit einer Reihe von Sicherheitseinrichtungen ausgestattet, darunter eine Überfüllsicherung, die wiederum mit einer Datenbank für Dokumentation und Steuerung verbunden sind.

„Wir führen einen fortwährenden Dialog mit Nynas. Der Austausch von Erfahrungen ist wichtig für die Aufrechterhaltung eines hohen Sicherheitsbewusstseins. Auch während der Vorbereitungen für die neue Bitumenverladung in Harburg nahmen wir an mehreren Meetings mit Nynas teil, um unsere Erfahrungen beizusteuern“, berichtet Geschäftsführerin Heike Kördel-Klipp.

Doch ein hohes Sicherheitsbewusstsein bei den Mitarbeitern der Nynas Raffinerie und den Fahrern reicht nicht aus. Vielmehr muss jedes Glied in der Kette funktionieren, auch in den Anlagen der Kunden, an die das Bitumen geliefert wird.

„Eine erfolgreiche Sicherheitsarbeit hängt von der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Lieferant, Logistiker und Kunden ab, die Informationen austauschen und Probleme proaktiv angehen, bevor Unfälle passieren. Das ist der Schlüssel, wenn die Sicherheit höchste Priorität haben soll“, sagt Anna Schott, QHSSE Verantwortliche bei Kördel.

Bei Kördel durchlaufen alle neuen Kraftfahrer ein spezielles Schulungsprogramm. Neben der Begleitung durch einen erfahrenen Fahrer beinhaltet es die ordnungsgemäße Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung und das sichere Be- und Entladen von Bitumen. Je nach Vorerfahrung des Kandidaten dauert die Einführungsphase eine bis vier Wochen.

Bei Kördel gibt es darüber hinaus drei besonders erfahrene Kraftfahrer, in deren Verantwortung es liegt, dass alle Mitarbeiter der Spedition alle vorgeschriebenen Verfahren beim Beladen von Bitumen im Depot und Entladen beim Kunden genauestens einhalten.

„Dazu gehört unter anderem, dass sie prüfen, dass die Fahrer ihre persönliche Schutzausrüstung benutzen und die Sicherheitsvorschriften einhalten, aber auch, dass sie sich den Kunden gegenüber professionell verhalten. Mitarbeiter mit dem richtigen Know-how sind unser Schlüssel zum Erfolg“, erklärt Anna Schott.

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