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Bitumen für Straßenbauanwendungen

01.12.2021 12:03

Weg in die Zukunft für Wales

Nach zehn Jahren Vorbereitung ist die neue Spezifikation für Deckschichten der walisischen Regierung auf Splittmastixasphalt (SMA) ausgerichtet worden. Dadurch soll die Lebensdauer des Materials auf der Straßenoberfläche deutlich verlängert werden.

Nach einigen harten Wintern sei das strategische Straßennetz in Wales fast über Nacht in Auflösung gewesen, erklärt Neil Bromham, Straßenbauingenieur bei der walisischen Regierung.

Der sich rasch verschlechternde Zustand der Straßen wurde zum Weckruf für die Regierung. Ein Prozess, der zu einer neuen Spezifikation führen sollte, wurde eingeleitet. Bis dahin setzte man stark auf dünne Straßenbeläge. Dies erschien jetzt als unzureichend, boten sie doch eine durchschnittliche Nutzungsdauer von nur sieben Jahren.

„Wir stellten fest, dass wir das Rätsel der dünnen Straßenbeläge lösen mussten, um den Steuerzahlern einen besseren Wert zu bieten“, sagt Bromham.

Um ihr sich verschlechterndes Autobahn- und Straßennetz zu sanieren, wollte die walisische Regierung eine Lösung für den Straßenbelag finden, die eine höhere Haltbarkeit, einen geringeren Instandhaltungsbedarf und insgesamt geringere Betriebskosten bietet. Ein Prüfkomitee stellte einen Bewertungsbericht zusammen und 2014 wurde ein Forum gebildet, das Input von Straßenbaufirmen, Lieferanten und anderen Beteiligten einholte.

 „Wir nahmen uns die Zeit, um die Probleme gründlich zu untersuchen und so viele Informationen wie möglich aus so vielen Quellen wie möglich zusammenzutragen“, erklärt Bromham.

Sehr viele Wertvolle Beiträge wurden von erfahrenen Kollegen aus dem In- und Ausland beigesteuert. Insbesondere aus Ländern, in denen Splittmastixasphalt (SMA) mit guten Ergebnissen verwendet wurde. Auf dieser Grundlage konnten Bromham und seine Mitarbeiter die Verfahren an die besonderen Umstände in Wales anpassen. Das Straßennetz in Wales ist sehr vielfältig und reicht von Autobahnen und doppelspurigen Schnellstraßen bis

zu engen Landstraßen mit scharfen Kurven und steilen Anstiegen. Die Regierung legte einen Schwerpunkt darauf, dass der Straßenbelag eine gute Griffigkeit und eine ausgezeichnete Fahrqualität bietet. Weitere Ziele umfassten eine Verbesserung der Qualitätsmanagementsysteme und ein Schwerpunkt auf die Verwendung von nachhaltigen, lokalen Zuschlagstoffen.

Dabei wurde der Type Approved Installation Trial Prozess (TAIT) von der schottischen Verkehrsbehörde angewandt. Zuerst mussten alle Materialien von einem akkreditierten Werkstoffprüflabor geprüft werden. Asphaltmischversuche bilden die zweite Stufe, und auf der letzten Stufe wird der Asphalt dann im strategischen Straßennetz getestet.

 „Der TAIT-Prozess bedeutet, dass wir genau wissen, was wir von unseren Lieferanten bekommen“, sagt Bromham. „Alle unsere Asphaltlieferanten waren fantastisch und sie unterstützen voll und ganz den eingeschlagenen Weg.“

 Vier Jahre sind vergangen seit den ersten SMA-Versuchen. Laut Bromham ist es „keine Überraschung, dass der Belag immer noch in einem ausgezeichneten Zustand ist und dies auch noch einigen Zeit bleiben wird“. Ein klares Zeugnis dafür, dass die Anstrengungen sich ausgezahlt haben. Die Tatsache, dass sich die Anzahl der Schlaglöcher verringert, ist ein weiteres wichtiges Anzeichen dafür, dass die Straßen in Wales in die richtige Richtung weisen.

 „Nach Jahren der Feuerlöscharbeiten bei unserer Instandhaltung kann das Straßenbauteam der walisischen Regierung jetzt endlich proaktiv statt immer nur reaktiv handeln“, sagt er.

Weiterführende Literatur

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