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Sicherheit

11.10.2019 15:41

Riskante Arbeit

Angesichts stetig steigender Verkehrsmengen muss etwas getan werden, um die Arbeitsbedingungen im Straßenbau zu verbessern.

Die statistik spricht für sich: Europas Straßen sind die sichersten der Welt. Auch die langfristigen Aussichten sind gut – die Zahl der Verkehrstoten in der EU hat sich seit 2001 mehr als halbiert. Doch gibt es Ausnahmen von der Regel. Wenn wir die Lage der Arbeitenden im Straßenbau betrachten, hat sich die in vielen Ländern sogar verschlechtert. In Großbritannien beispielsweise werden jede Woche 300 Vorfälle verzeichnet – von Fahrern, die in abgesperrte Bereiche fahren, bis hin zu verbalen und körperlichen Übergriffen.  

Was müssen wir tun, um diese negative Entwicklung umzukehren?

Der britische Branchenverband Highways Term Maintenance Association (HTMA) hat eine Serie an langfristigen Empfehlungen zusammengestellt, mit denen das Ziel „null Unfälle – null Todesfälle“ erreicht werden soll. Dazu gehören mehr Abstand der Arbeitenden zum rollenden Verkehr, die Schaffung von öffentlichem Bewusstsein für die Wichtigkeit und die Sicherheit der Straßenbauarbeiter und Verhaltensänderungen bei den Verkehrsteilnehmern durch Bildungsmaßnahmen. 

Auch die staatliche Verkehrsbehörde in Schweden kümmert sich verstärkt um die Sicherheit im Straßenbau. So wurden beispielsweise die Regeln für Ausschreibungen ver-bessert. Damit können konkrete Anforderungen an Verkehrslenkung und Sicherheitseinrichtungen in den Unterlagen definiert und bepreist werden. So wird gewährleistet, dass die Sicherheit im harten Wettbewerb nicht zu kurz kommt.

 Zunehmend werden auch Kampagnen zur Förderung des Sicherheitsbewusstseins unter den Verkehrsteilnehmern ge-startet, z. B. „Meine Eltern arbeiten hier“. Das geschieht in vielen europäischen Ländern, unter anderem in Dänemark.

„Wir brauchen solche Kampagnen. Die Menschen haben viel Alltagsstress, sie sind leicht irritierbar und glauben, dass die Menschen, die Straßenarbeiten ausführen, sie aufhalten. Deshalb fahren sie zu schnell, hupen laut, und brüllen uns im Vorbeifahren an“, berichtet Keld Plovst von der Bauunternehmung Pankas an newsbreak.dk.

In Finnland hat der Branchenverband Infra Ry bereits mehrere Kampagnen zum Thema veröffentlicht.

Außerhalb Europas hat sich die Branche besonders in Australien mit Kampagnen für mehr Sicherheit im Straßenbau verdient gemacht. Ein zentrales Anliegen ist es, Verständnis dafür zu schaffen, dass die Menschen, die unsere Straßen bauen und ausbessern, das Leben der Autofahrer erleichtern wollen – und nicht erschweren.

Weiterführende Literatur

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